ZURÜCK

 

Der Professor Schmid hätte besser im Klimagutachten der Stadt Leonberg nachgeguckt...von Ewald Thoma am 20 Jan. 2006 20:14

Ergänzung: Text der Zielsetzung des Gutachtens  von Ewald Thoma am 20 Jan. 2006 21:48

Die Topographie und die Meteorologie ändern sich nicht     von Ewald Thoma am 21 Jan. 2006 13:58

Bäume reinig
en die Luft, auch in Leonberg

RE: Bäume reinigen die Luft, auch in Leonberg

Bäume behindern den Luftaustausch!

Beobachtungen am Rande (Vorstellung Entwurf Flächennutzungsplan)

Weitere Fragen

 

 

von Für Prof. Schmid am 18 Jan. 2006 02:00

Wussten Sie, dass unser Überleben von den Bäumen abhängt? Seit 1950 hat die Erde mehr als die Hälfte ihrer Baumdecke verloren. Um die Luft von der Verschmutzung der Autos und der Industrie zu reinigen, brauchen wir eine Baumdecke der Grösse der USA. Durch die Zerstörung der Wälder begeht der Homo sapiens Selbstmord.

Wussten Sie, dass ein Baum jeden Tag mehr als 250 Liter Feuchtigkeit abgibt? Ein Hektar Wald kann soviel Kohlenmonoxid absorbieren, wie fünfzig Autos in zwölf Stunden produzieren. Ein Hektar Avocadobäume kann 5000 Kilogramm köstliche Nahrung produzieren, ein Hektar Bananen 12000 Kilogramm.

Wussten Sie, dass jede der Gefahren Umweltverschmutzung, Erosion, Wüstenbildung, Waldzerstörung, Erderwärmung und Ozonschichtabbau zu einem Aussterben aller Lebensformen führen kann? Wir sind mit allen zusammen konfrontiert. Wie bald können die Menschen davon überzeugt werden, dass der "Sieg in der Schlacht für den Planeten" absolute Priorität haben muss?

 

von Ralf am 18 Jan. 2006 08:37

Lohnt es sich, auf diesen Zynismus überhaupt noch zu reagieren???

Kernaussage Prof. Schmid: Ersetzt die Bäume im Glemstal durch eine Strasse und ihr habt bessere Luft.

Aussage Herr Buff (von mir so interpretiert): Zerstört das Glemstal und ein funktionierendes Wohngebiet und ihr bekommt einen attraktiven Boulevard mit interessanter Wohnlage.

Dieser blanke Zynismus zieht sich durch den gesamten FNP. Fundierte Argumente engagierter Bürger werden einfach totgeredet.

Was, Herr Schuler, wenn ihr Plan von der Zwischenstadt genau so funktioniert wie Ihr Römercenter. (Das Gebäude wo vorher AWG drin war, steht jetzt als Bauruine leer). Dann haben Sie nicht nur das Glemstal, die Gartenstadt, sondern ganz Leonberg auf dem Gewissen.

 

von Bernie am 18 Jan. 2006 21:48

Da fehlt jetzt nur noch eine Aussage in der Richtung, dass die fahrenden Fahrzeuge durch ihre Verwirbelung und dem Fahrtwind einen Luftaustausch noch fördern. Und davon wollen die Stadtplaner ja genug ins Glemstal bringen.

Zurück zu einer sachlichen Diskussion. Der Gutachter hat leider nicht verstanden, dass bei einer Inversionswetterlage kaum Luftbewegungen zu verzeichnen sind. Und damit können auch bestehende Bäume einen Luftaustausch nicht behindern, da sich kaum etwas bewegt. Und die vorhandenen Schadstoffe konzentrieren sich in den Kaltluftseen im unteren Teil des Tales.


Der Entwurf des Flächennutzungsplanes enthält aber noch einige Ungereimtheiten mehr:

1. die Wohnbebauungsfläche Lohlenbachtäle wird aus einer möglichen Wohnbebauung herausgenommen, da teilweise ein Landschaftsschutzgebiet betroffen wird und der Bahnlärm in direkte Nachbarschaft zu hoch ist.

2. die Wohnbebauungsfläche Kirschgärten bleibt aber enthalten, obwohl ebenfalls ein Landschaftsschutzgebiet betroffen ist. Die ökologische Bewertung ist sogar noch schlechter als im Lohlenbachtäle.

3. die Wohnbebauungsfläche Ezach III wird realisiert, obwohl teilweise in das Landschaftsschutzgebiet Schopflochberg eingegriffen wird und die Autobahn mit Lärm und Schadstoffen in unmittelbarer Nähe liegt.

4. die Wohnbebauungsfläche Hasensaul wird aus einer Wohnbebauung herausgenommen und in eine Grünlandschaft verwandelt, weil neben dem Hubschrauberlärm auch der Lärm und die Schadstoffe der Rutesheimer Str. für eine Wohnbebauung zu hoch sind. Warum die Fläche von einer Landwirtschaftnutzung in eine Grünflächennutzung geändert wird, wissen wohl nur die (Planungs-)Götter.

Ich verstehe da nur noch eine logische Konsequenz:
die Wohnbebauung in der Gartenstadt, vor allem unten im Tal, bei der Bahnlinie und bei den Hauptverkehrsachsen Rutesheimer und Gebersheimer Str. ist eigentlich zum Wohnen ungeeignet und wird nur auf Grund des Bestandschutzes toleriert. Von einem gesunden Wohnen kann hier nicht mehr die Rede sein.

Doch unser Oberbürgermeister Schuler steht nicht allein in der Verantwortung für diesen Flächennutzungsplan. Entscheiden wird es eine Mehrheit der 34 Leonberger Gemeinderäte zusammen mit der Stimme unseres OBs. Hoffentlich können die Räte die Ungereintheiten vor der entscheidenden Abstimmung noch klären.

 

von Renate Wohlbold am 19 Jan. 2006 23:05

Die Landschaftsplanung ist in diesem Flächennutzungsplan relativ schwach erkennbar, wenn man einmal davon absieht, dass bebaute Landschaft auch Landschaft ist. Wäre dieser Plan ohne die Beteiligung des Büros von Prof. Schmid ein anderer geworden? Ich kann mir kaum vorstellen dass er für unsere Natur und Umwelt viel schlechter geworden wäre.
Aber ohne die Beteiligung der Stadtplanung von Wick u. Partner würde sicher nicht dieser Plan vor uns liegen. Insbesondere ist hier Herr Timo Buff aufgefallen, ein charmanter, intelligenter, ehrgeiziger und gut geschulter junger Mann, der auch den Trappern in Alaska Kühlschränke verkaufen könnte, ohne dass es ihm einer übel nehmen würde. Man kann ihm eine große Zukunft voraussagen. Trotzdem hoffe ich dass Leonberg kein drittes Herz bekommen muß, nur um die Geh- und Radwegverbindung zwischen der neuen Stadtmitte und der Altstadt zu verbessern

 

Der Professor hätte besser im Klimagutachten der Stadt Leonberg nachgeguckt...von Ewald Thoma am 20 Jan. 2006 20:14

als den Bäumen die Schuld zu geben.
Im Ernst: Als meteorologisch interessierter und ausgebildeter Mensch, sind mir am Dienstag bei den Äußerungen des Prof. Schmid die Haare zu Berge gestanden. Das war nun wirklich nichts, was der Herr Professor da von sich gegeben hat. Da halte ich mich lieber an ein Gutachten von Dr. Seitz, welches die Stadt vor einigen Jahren in Auftrag gegeben hat und dessen hervorragenden und detaillierten Ergebnisse leider in der Schublade verstauben. Dr. Seitz ist Meteorologe - Prof Schmid ist es eben nicht - manchmal ist Schweigen besser als sich zu einem fremden Fachgebiet zu äußern, auch und gerade, wenn man Professor ist.

Im Gutachten von Dr. Seitz steht zu der kleinklimatischen Situation des Glemstals u.a. folgendes:

----------------
"A20:
Auch im Glemstal zwischen Clausenmühle und Felsensägmühle nordwestlich der Leonberger Altstadt führt das hohe Kaltluftangebot und die mangelhaften Kaltabflußmöglichkeiten zur Ausbildung von Kaltluftseen, so daß an der Station Clausenmühle vorwiegend extreme Schwachwinde und Windstillen registriert wurden. Als Strömungshindernis wirkt auch der im Talzug verlaufende Bahndamm, der eine bodennahe Intensivierung der Belüftung durch Kaltluftabflüsse aus dem Fockental weitgehend unterbindet.
Infolge der relativen Tieflage gegenüber der angrenzenden Bebauung ergeben sich nur geringe Luftaustauschbewegungen zwischen Ausgleichsraum und angrenzenden Wirkungsräumen. Die klimaökologische Wertigkeit ist hinsichtlich der Merkmalsgruppe Ventilation, Bioklima und Lufthygiene nur als mäßig bis gering zu bezeichnen.

A25:
Das Glemstal zwischen Gebersheimer Straße und Rutesheimer Straße zeichnet sich ähnlich wie die talabwärts gelegenen Teilgebiete (Clausenmühle, Felsensägmühle) durch unzureichende Belüftungsverhältnisse aus. Zwar ergeben sich über das Lohlenbachtal klimaökologische Positiveffekte, doch steht der enge, gewundene Talverlauf einer weiterreichenden Aktivierung des bodennahen Luftaustausches entgegen. Südwestliche Regionalströmungen wie sie über den Hochlagen des Stadtgebiets zu registrieren sind, können bei austauscharmen Strahlungswetterlagen infolge der stabilen Luftschichtung nicht in den Talraum eingreifen.

Planungsempfehlungen

Die Meßdaten der Talstation Clausenmühle belegen die ungünstige klimaökologische Situation im Glemstal (z.B. geringe vertikale und horizontale Luftaustauschbewegungen). Bauliche Maßnahmen sollten daher auch langfristig unterbleiben
----------------------------------------

Diesen eindeutigen Empfehlungen eines hervorragenden Gutachtens ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Eigentlich sollte dieses Gutachten für die Leonberger Flächennutzungsplanung eine der wichtigsten Planungsgrundlagen sein, stattdessen wird es leider ignoriert.

Nur nochmals zum Verständnis:

Genau an der Clausenmühle soll künftig die verkehrsreichste Kreuzung Leonbergs eingerichtet werden, d.h. an der dafür ungünstigsten Stelle Leonbergs. Welch eine groteske Fehlplanung!

 

Ergänzung: Text der Zielsetzung des Gutachtens  von Ewald Thoma am 20 Jan. 2006 21:48

Zum Verständnis des Stellenwerts des Gutachtens ist das Kapitel 1 sehr interessant. Dort wird die Zielsetzung dargestellt. Die Hauptzielsetzung ist gerade die Flächennutzungsplanung. Ich verstehe nicht, warum die Stadt dieses Gutachten so wenig beachtet. Schließlich hat es ja auch Geld gekostet. Ich habe dieses Kapitel abgescannt und in Text gewandelt. Hier ist der Text (bei der Textumwandlung können Fehler entstehen, daher kann der Text bei einzelnen Zeichen vom Original abweichen) :

-----

DR.SEITZ ÖKOPLANA 1





K L IMAÖKOLOGISCHE ANALYSE IM STADTGEBIET LEONBERG UNTER BESONDERER BERÜCKSICHTIGUNG DES STRÖMUNGSGESCHEHENS




1. Problemstellung

Bedingt durch die Lage des Stadtgebietes Leonberg in verschiedenen Landschaftsräumen (Glemstal, Hangzone, Gäuflächen) sind differenzierte lokale und stadtklimatische Erscheinungen zu erwarten, die im Klimageschehen der Stadt einen wesentlichen Stellenwert einnehmen. Wie Voruntersuchungen im südöstlichen Glemstal ("Gewerbepark am Autobahndreieck Leonberg") ergaben, wird das Ventilationsgeschehen der Stadt und somit die bioklimatische/lufthygienische Situation durch regionale und lokale Luftzirkulationen, wie z.B. Talabwinde, Hangabwinde und Luftaustausch zwischen Freiräumen (klimaökologische Ausgleichsräume) und Bebauung (klimaökologische Wirkungsräume) bestimmt.
Diese als klimaökologische Positiveffekte zu bewertenden Erscheinungen treten vorwiegend bei Wetterlagen auf, die im Mittleren-Neckar-Raum häufig zu bioklimatischer/lufthygienischer Belastung führen. Da diese Lokalströmungen in Teilbereichen des Stadtgebietes wesentlich zur Entlastung beitragen, gehören Kenntnisse der ortsspezifischen klimaökologischen Funktionszusammenhänge zwischen Flächennutzung und Entstehung sowie Auswirkung derartiger Positiveffekte zur Grundlage der Bauleit- und Landschaftsplanung.
Für das Stadtgebiet von Leonberg wurden die klimaökologische Situation der verschiedenen Landschaftsräume sowie mögliche Positiveffekte für die einzelnen Teilbereiche der Bebauung untersucht und meßtechnisch erfaßt, um als Entscheidungshilfen für die weitere Stadtentwicklung zu dienen.

In der Einleitung zur Klimauntersuchung des Nachbarschaftsverbandes Stuttgart wird durch nachfolgenden Text auf die unerläßliche Berücksichtigung klimaökologischer Belange in der Planung hingewiesen:

"Klima und Luft sind als, wichtige Belange der räumlichen Planung im Rahmen der Abwägung fester Bestandteil der Bauleitplanung, von Umweltverträglichkeitsprüfungen und Standortuntersuchungen. Für eine sachgerechte Berücksichtigung dieser Belange - auch im Hinblick auf konkurrierende Planungsziele - fehlen i.d.R. flächenbezogene Informationen. Zweck der Untersuchung ist es, die für eine fehlerfreie Abwägung klimatischer und lufthygienischer Belange benötigten Grundlagenmaterialien zu erarbeiten und für die Planungen des Verbandes bzw. seiner Mitgliedstädte aufzubereiten. Die Maßstäblichkeit der Untersuchung ist dabei auf die Ebene der Flächennutzungsplanung abgestimmt, welche eine gemeinsame Aufgabe der im Nachbarschaftsverband zusammengeschlossenen Gemeinden darstellt.

Auch entsprechen Fragestellungen der Flächennutzungsplanung, speziell die Frage der Zuordnung von bebauten und nicht bebauten Flächen, der Maßstabsgröße lokalklimatischer Gegebenheiten und können in dieser Hinsicht auch eine Antwort finden. Daraus folgt jedoch, daß Kartierungen des örtlichen Klimas keine parzellenscharfen Aussagen zu entnehmen sind. Die kartierten Sachverhalte bedürfen schon im einzelnen Bebauungsplanverfahren, erst recht auf der Ebene des Einzelprojektes, einer ergänzenden Untersuchung, zumindest aber einer sachgerechten Interpretation".

Die Darstellung der klimaökologischen Situation für den Geltungsbereich des Nachbarschaftsverbandes konnte auf der Ebene des Flächennutzungsplanes demnach nicht derart vertiefend vorgenommen werden, daß sich auch die Bedeutung kleinräumiger Teilbereiche im klimaökologischen Wirkungsgefüge der Stadt Leonberg bestimmen läßt bzw. sich Aussagen ableiten lassen, die konkrete Planungsmaßnahmen auf der Ebene des Bebauungsplanes oder der Objektplanung rechtfertigen könnten.

Voraussetzung für eine vertiefende Analyse der klimaökologischen Situation der Stadt Leonberg ist das Vorhandensein ortsspezifischer Grundlagendaten und Erkenntnisse, aus welchen stadtentwicklungsrelevante bauliche und grünordnerische Maßnahmen abzuleiten sind. Diese Daten sind u.a. nur durch den Betrieb eines möglichst dichten Stationsnetzes zur Messung der Klimaparameter Windrichtung, Windgeschwindigkeit, Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit zu erhalten, wobei das Ventilationsgeschehen sowie die Auswirkungen der örtlichen Kaltluftentstehung und des lokalen Strömungsgeschehens als wesentliche klimaökologische Wirkungsmechanismen bei den verschiedensten Wetterlagen kontinuierlich und für problemorientierte Standorte synchron erfaßt werden. Neben den kontinuierlichen Messungen werden möglichst flächendeckende Geländeuntersuchungen durchgeführt, wobei mit Hilfe von Vertikalsondierungen die Intensität, Mächtigkeit und Reichweite der unterschiedlichen Luftströmungen sowie deren Wechselwirkungen mit der gegenwärtigen Flächennutzung erfaßt werden.


Die von der Stadt Leonberg an das Büro Dr. Seitz Ökoplana in Auftrag gegebene Klimauntersuchung hatte, im Gegensatz zur Klimauntersuchung des Nachbarschaftsverbandes, die kleinräumige Erfassung ortsspezifischer Klimadaten zum Ziel, die als Entscheidungshilfen für die Stadtentwicklung (Bebauungspläne, Objektplanung und Grünordnungsplanung) dienen sollen.

Im Zuge der Untersuchung wurden die komplexen Funktionsabläufe des lokalen Luftaustausches zwischen dem stadtnahen Freiraumgefüge und der Bebauung erfaßt. Dabei konnte quantitativ belegt werden, in welchem Umfang die Luft über bestimmte Bereiche transportiert sowie durch Einbeziehung bodennäherer Luftmassen bzw. Kaltluft aus dem Glemstal (Talabwind und mögliche Kaltluftbewegung über die Hänge) bzw. von den Hochflächen noch eine Verbesserung der Ventilation der Kernstadt und der Stadtrandbereiche zu erwarten ist. Das zeitliche Auftreten und die räumliche, d.h., horizontale und vertikale Reichweite lokaler und regionaler Luftzirkulationen bestimmter Bereiche (z.B. bodennahe Kaltl uftbewegung, bodenfernerer Luftaustausch zwischen Freiräumen und Bebauung, Wechselwirkungen zwischen der bestehenden Bebauung und den angrenzenden Talräumen) finden besondere Beachtung.

Die vertiefende Klimauntersuchung des Gesamtstadtgebietes beantwortet u.a. folgende Fragen:

Wo ergeben sich lokale Luftzirkulationen oder kleinräumige Austauschbewegungen zwischen Freiflächen und Bebauung im Bereich der Kernstadt und den im Randbereich bzw. außerhalb liegenden Stadtteilen?

Werden diese durch die Bebauung behindert oder dringen sie auch in die Bebauung ein?

Welche Bedeutung erhalten bestimmte Teilbereiche der Stadt für die Ventilation?

Wie stellt sich das Ventilationsgeschehen über Dachniveau dar? Bis in welche Höhen erstrecken sich die lokalen Luftströmungen?
Welche planerischen Möglichkeiten ergeben sich, ihre positiven Wirkungen weitgehend zu erhalten?

Wie wirken sich Dämme, Straßeneinschnitte und Lärmschutzwälle auf das ortsspezifische bodennahe Strömungsgeschehen aus?

Durch die Erfassung der flächenhaften sowie vertikalen Temperatur- und Feuchteverteilung werden kleinräumige Austauschbewegungen sowie positive bzw. negative Auswirkungen der Flächennutzung auf die Kaltluftentstehung und den bodennäheren Luftaustausch erkennbar.

Welche Rolle spielen die einzelnen stadtrandlichen Freiflächen für die thermische bzw. lufthygienische Situation?

Welche Intensität erreicht die Zone städtischer Überwärmung im Untersuchungsgebiet?

Wo lassen sich bauliche Erweiterungen vornehmen?

Welche Bauweise wirkt sich günstig aus (Dichte, Höhe, Stellung der Gebäude, Ausdehnung der Freiflächen)?



Ein Ziel des Gutachtens ist es, mit zunehmender Bebauung zu erwartende klimaökologische Beeinträchtigungen durch gezielte Planungsvorschläge aufzufangen, d.h., Belastungen auf ein Minimum zu beschränken und auf mögliche Ausgleichs- oder Verbesserungsmaßnahmen innerhalb und außerhalb der Bebauung hinzuweisen.

Die Topographie und die Meteorologie ändern sich nicht     von Ewald Thoma am 21 Jan. 2006 13:58

daher ist dieses Gutachten immer noch ohne jegliche Einschränkung aktuell. Auch die Klimaänderung spielt keine Rolle. Das Gutachten beschreibt, wie die stark gegliederte Topographie in Leonberg planerisch zum positiven oder zum negativen hin ausgenutzt werden kann. Es liegt in der Hand der Städteplaner, wie dieses Geschenk der Natur zum Wohle der Bürger genutzt wird. Leider sind die Leonberger Planer dafür blind und taub. Für sie sind andere Aspekte wie z.B. Illusionäre städtebauliche Vorstellungen in der Innenstadt viel wichtiger. Selbst die Landschaftsplaner sind am letzten Dienstag auf das Thema Topographie und Kleinklima nicht mit einem Wort eingegangen. Da schaue ich mit großem Neid in unsere Landeshauptstadt. Dort ist es schon seit vielen Jahren ein großes Thema und wird bei den Planungen immer als ein wesentlicher Aspekt berücksichtigt.



ZURÜCK