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Fragen zu aktuellen Leonberger Straßenplanungen

 

Ging es in Leonberg von Anfang an um Straßenplanungen oder wurden Alternativen ernsthaft in Erwägung gezogen?

Wer kann  verhindern, dass die Autobahnumfahrung über den Leonberger Altstadttunnel zum Westanschluss geschossen wird?

Warum schließt sich die Leonberger Baubürgermeisterin dem Urteil des Finanzbürgermeisters an, wenn es um Verkehrsprobleme geht?.

Warum befürwortet der Leonberger Finanzbürgermeister mit leerem Stadtsäckel die teuerste aller Planungen, nämlich den Tunnel.?

Braucht Leonberg überhaupt eine Autobahnumleitung durchs Glemstal?

Hat Höfingen bezüglich der Luftschadstoffwerte durch Verkehr ähnliche Probleme wie Leonberg?

Der Leonberger Altstadttunnel öffnet quasi die Büchse der Pandora

Warum setzen sich so wenig Leonberger Gemeinderäte für Leonberger Interessen ein?

Wurde die angedachte Leonberger Baumfällaktion von 2000 Bäumen im Glemstal bereits im Vorgriff auf eine Umgehungsstrasse und Autobahnumleitung durch das Glemstal geplant? 

Wurde das Leonberger Glemstal bereits aufgegeben und geopfert für die Gestaltung der alten Autobahntrasse?

Hat Nachhaltigkeit in Leonberg keinen Stellenwert?

Sind Gemeinderäte, die der Tunnellösung zugestimmt haben, nicht am Wohl der Leonberger Bürger interessiert?

Warum wird erst jetzt in der Zeitung über die Zerstörung des Leonberger Glemstales berichtet?

Werden da in Leonberg Millionen verplempert ohne dass Zahlen hinterfragt werden?

Einige Splitter von der Leonberger Gemeinderatssitzung

War die Leonberger Bürgerbeteiligung wieder eine Alibiveranstaltung?

Warum hat der Herr Schmalzried gegen den Tunnel gestimmt?  Versuch einer Antwort: Herrn Schmalzried geht es zuerst um das Wohl der Stadt.

Kann oder will Leonbergs Baubürgermeisterin, Frau Horn auf unsere Fragen nicht antworten?

Der Gutachter sollte keine Lösung für die Leonberger Gesamtstadt finden, sondern nur für weniger Verkehr in der Grabenstrasse sorgen.

Gibt es im Moment zu wenig Verkehrsbelastungen in der Gartenstadt?

Musste der Leonberger Altstadttunnel nur deshalb so eilig beschlossen werden, weil die Stadt beim Verkauf ihres Grundstücks an der Grabenstrasse mehr Gewinn erzielen will?

Müsste man die Grundstücksverhältnisse in Leonberg, (vor allem entlang der Engelbergtrasse) kennen, um das ganze zu verstehen?

Kann man Gemeinderäte bei offensichtlichen Fehlentscheidungen nicht zur Verantwortung ziehen?

Weitere Fragen:

 

 

Und wieder viele Fragen zu Leonberger Straßenplanungen (Renate Wohlbold | 28 Nov. 2005 20:20
Es gibt zwei Dinge, die mir nicht aus dem Kopf gehen und deshalb möchte ich sie einfach mal zusammenfassen.
Erstens: In der LKZ vom 08.11.05 konnten wir lesen: „In der Leonberger Stadtverwaltung will man jedoch von einer Alternative zur Umleitungsstrecke der U 18, die den gesamten Fernverkehr auch durch den Flaschenhals der engen und steilen Grabenstraße lotst, nichts wissen. Baubürgermeisterin Inge Horn schließt sich nicht nur dem Urteil des Ersten Bürgermeisters Helmut Noë an, sie sieht auch "technisch kaum Alternativen" für den Ausweichverkehr nach einer Vollsperrung der Autobahn. "Man muss bedenken, dass dann Höfingen und Gebersheim vom Ausweichverkehr betroffen wären." Und diese Strecken seien auch nicht besser geeignet für eine Autobahnumleitung. Der am vergangenen Freitag im Gemeinderat ins Spiel gebrachte "Tunnel unter der Altstadt" sei auch für solche Notfälle die beste Lösung: "Doch deswegen brauchen wir den Tunnel nicht. Er soll den starken Ost-West-Verkehr innerhalb der Stadt lösen", meint die Baubürgermeisterin.“

Dazu Fragen:
1.Warum schließt sich die Leonberger Baubürgermeisterin dem Urteil des Finanzbürgermeisters an, wenn es um Verkehrsprobleme geht.

2.Warum befürwortet ein Finanzbürgermeister mit leerem Stadtsäckel offensichtlich die teuerste aller Planungen, nämlich den Tunnel.

3.Höfingen und Gebersheim seien auch nicht besser geeignet für die Autobahnumleitung. Das mag sein, unser Finanzbürgermeister muss das wissen, er lebt ja in Höfingen, die Frage ist aber brauchen wir überhaupt eine Autobahnumleitung?

Zweitens:
In der letzten Gemeinderatsitzung als alle Fraktionsvorsitzenden das Wort ergreifen durften sprach Herr Maurmeier für die FDP zum Thema Altstadttunnel. Ich kann es nicht mehr zitieren, aber weiß es sinngemäß recht genau. Stadt bedeutet Verkehr also in einer Stadt zu leben bedeutet eben die Verkehrslasten zu tragen. Im Gegensatz dazu ist Höfingen wohl Land und darf nicht belastet werden. Auch Herr Prof. Maurmeier lebt in Höfingen und ich kann verstehen, dass die Höfinger Bürger von ihrem Gemeinderat diesen Einsatz für Höfingen erwarten. Dazu kommt dass Herr Prof. Maurmeier im Planungsausschuss nicht zuletzt durch sein profundes Fachwissen großes Gewicht hat.
Aber auch dazu habe ich noch Fragen:

1.Ging es von Anfang an um Straßenplanungen oder wurden Alternativen ernsthaft in Erwägung gezogen?

2.Kann man ein Dorf im Großraum Stuttgart, das Teilort eines Mittelzentrums ist verkehrstechnisch mit einem Dorf auf dem Land vergleichen?

3.Hat Höfingen bezüglich der Luftschadstoffwerte durch Verkehr ähnliche Probleme wie Leonberg oder ist Höfingen schon durch seine topographische Lage deutlich weniger belastet?

Und nun meine letzte Frage: Wer kann nachher verhindern, dass die Autobahnumfahrung über den Altstadttunnel zum Westanschluss geschossen wird?

es gibt natürlich auch Antworten ... (Ewald Thoma | 28 Nov. 2005 21:03

In der Tat betrifft der Altstadttunnel nicht nur die Altstadt sondern er verteilt den Verkehr großräumig in anderer Weise. Er ist eben nicht -wie es als Begründung in der Gemeinderatsdrucksache steht- nur eine (harmlose) Ergänzung des bestehenden Verkehrsnetzes ohne regionale Sogwirkung. Ganz im Gegenteil: Der Tunnel öffnet quasi die Büchse der Pandora. Éine (nicht die einzige) dieser regionalen Sogwirkungen ist, dass sich Höfingen und Gebersheim dadurch eine Entlastung der eigenen Ortsdurchfahrten versprechen. Ganz besonders wäre dies beim sogenannten Krankenhausbogen der Fall, aber auch die jetzt beschlossene Lösung wäre bereits eine attraktive Alternative. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die ‘Höfinger Fraktion‘ den Altstadttunnel West bevorzugt.
Derzeit - das muss man einfach sehen - sitzt in Leonberg (fast) jedem das Hemd näher als der Rock. Es regiert das St-Floiansprinzip. So lange es einen westlichen Altstadttunnel gibt, ist die Diskussion um die Alternativen weg und man kann im Stillen dafür sorgen, dass diese Alternativen immer unwahrscheinlicher werden. Da gibt es ja ganz erfolgreiche Vorbilder aus der Vergangenheit (z.B. an der Berliner Strasse in Richtung Engelberg). Der Flächennutzungsplan wirkt ja in beide Richtungen: Er verhindert bestimmte Dinge aber er läßt auch ganz bestimmte Dinge zu.
Eines muss man aber auch anerkennen: Es gibt vereinzelt Ausnahmen von der St.-Florians Regel. Namen möchte ich deswegen nicht nennen, weil diejenigen dann möglicherweise in den eigenen Reihen unter Druck geraten könnten. Aber wir Betroffene haben dies sehr wohl positiv registriert.

RE: Damit kein falscher Eindruck entsteht (Renate Wohlbold | 29 Nov. 2005 09:17)

Damit kein falscher Eindruck entsteht, ich bin der Ansicht und halte es für völlig legitim wenn ein Gemeinderat aus Höfingen sich für Höfinger Interessen einsetzt. So funktioniert normalerweise Demokratie zumal die Höfinger nicht gerade die Mehrheit im Gemeinderat haben, oder? Bedenklich wird es nur wenn ich mich frage, warum sich so wenig Leonberger Gemeinderäte für Leonberger Interessen einsetzen. Hier habe ich manchmal den Eindruck dass einige sich für eigene Vorteile oder die Vorteile ihrer Lobby einsetzen. Sonst hätte der Gemeinderat sicher eine bessere Lösung für alle finden können, aber hat er sie gesucht?
Zu den Verkehrsinteressen von Herrn Noe fällt mir nichts ein.

ein Alptraum (Horst Dreher | 29 Nov. 2005 00:33)

Ich habe die ganzen Beiträge hier im Forum nochmals an mir vorbeiziehen lassen. Nun drängt sich mir ein ungeheurer Verdacht auf. Wurde die angedachte Baumfällaktion von 2000 Bäumen im Glemstal bereits im Vorgriff auf eine Umgehungsstrasse und Autobahnumleitung durch das Glemstal geplant? Sollte da schon Platz dafür geschaffen werden?
Ich hoffe, mein Alptraum wird niemals wahr!

Lokale Agenda (Petra | 26 Nov. 2005 15:02)

Aus der Stuttgarter Zeitung habe ich entnommen, dass es in der AGENDA 21 15 verschiedene Arbeitskreise gibt, die sich mit der Stadtentwicklung beschäftigen. Auffällig für mich ist nun, dass nicht ein Arbeitskreis sich mit dem Glemstal und seine Einbindung in die Stadt als Naherholungsgebiet einsetzt. Ist das Glemstal für diesen Zusammenschluß von Bürgern kein Thema, weil jeder vernünftige Mensch es sowieso für unantastbar hält, oder wurde es bereits aufgegeben und geopfert für die Gesaltung der alten Autobahntrasse als zukünftiges Naherholungsgebiet?


Agenda und Glemstal (Ewald Thoma | 27 Nov. 2005 14:37)

Petra, das stimmt so nicht. Die Agenda setzte sich sehr wohl für das Glemstal ein. Das Problem ist aber, dass die Agenda im politischen Leonberg nur wenig Gewicht hat.
Vor allem diejenigen Gruppen, die darauf angewiesen sind, dass sie von Verwaltung und Gemeinderat Unterstützung bekommen, haben Probleme (z.B. Radl, Immissionen, Brückenschlag, Höfinger Verkehrsgruppe). Sobald Zielkonflikte zu wirtschaftlichen und anderen (Lobby)-Interessen aufgetaucht sind, haben diese bisher immer Vorrang vor den umweltorientierten und nachhaltigen Ansätzen gehabt. Dies hat in diesem Jahr auch zu Krisengesprächen mit der Verwaltung geführt (Frau Horn und Hr. Schuler haben dabei zumindest zugehört- das muss man positiv vermerken). Bei diesen Geprächen waren gerade das Glemstal und die Tunnelpläne durchaus ein Thema. Wenn man aber nun z.B. die tatsächlich Entwicklung bei der Tunneldiskussion (aber auch bei vielen anderen Themen der Flächennutzungsplanung) betrachtet, muss man konstatieren, dass die Gespräche nutzlos waren. Es ist leider nicht gelungen, dass die Agenda in den Prozess der Flächennutzungsplanung eingebunden wurde. Leider haben insbesondere bestimmte Fraktionen im Gemeinderat wenig Interesse gezeigt, mit der Agenda überhaupt ins Gespräch zu kommen. Das Ergebnis ist, dass bei praktisch allen Einzelmaßnahmen die Umweltaspekte unter den Tisch gefallen sind - sogar auch dann, wenn andere Behörden explizit darauf hingewiesen haben (siehe auch entpsrechender Kommentar in der LKZ). Leonberg ist umweltresistent geworden - Nachhaltigkeit hat keinen Stellenwert mehr. Da ist der rigorose Umgang mit dem Glemstal eine geradezu logische Folge.

Verkehrszahlen (Petra | 24 Nov. 2005 12:36)

Die A 8 soll fit gemacht werden für den Verkehr der Zukunft und als Teil der großen West-Ost-Verbindung der E 52 Paris-Stuttgart-Salzburg funktionieren. Derzeit verkehren 70.000 Fahrzeuge am Tag auf dieser bergigen Strecke. Für 2015 werden 93.000 Fahrzeuge prognostizieret. Es sollen ca. 40.000 Autos durch das Glemstal bzw. Gartenstadt und Eltingen durchgeschleust werden. Voprausgesetzt es ist kein Stau auf der Autobahn und die Maut für PKW‘s kommt nicht, die aber von Staatssekretär Köberle gewünscht wird. Ca. die Hälfte der Fahrzeuge, die auf der Autobahn A 8 verkehren, sollen übers Glemstal verteilt werden, dabei wird ja der Verkehr auf der Autobahn über 2 bis sogar 4 Spuren geführt. Das bedeutet für Leonberg durch diese Tunnellösung eine Bündelung des Verkehrs und somit viele Staus.
In Backnang ist ein Ausbau der B 14 ebenfalls mit einer Tunnellösung geplant. Dort werden 47.500 Fahrzeuge erwartet. Zukünftig sogar 65.000 Fahrzeuge, weil die Zahl der LKW‘s deutlich steigen wird und durch den Ausbau überregionaler Verkehr angezogen wird. Gemeinderäte, die der Tunnellösung zugestimmt haben, sind nicht am Wohl aller Bürger von Leonberg interessiert, sondern auf ihr eigenes Wohl bedacht. Und so treudoof wird wohl keiner sein, dass er ernsthaft glaubt, dass er letzen Dienstag einfach nur so mal was beschlossen hat. Die Verwaltung weiß genau, was sie da dem Glemstal und der Gartenstadt zumuten will. Das scheinheilige Getue und uns als Propagandisten zu beschimpfen, kann sie sich sparen. Mit legitimen Mitteln wollten wir darauf hinweisen, dass man nur fundierte Beschlüsse fassen sollte. Das Ergebnis ist nun, dass viele Bürger nicht mehr wissen, wie es in Zukunft weitergehen soll. Ich überlege mir z. B. mein Kind nicht in eine Schule in Leonberg zu schicken, weil der Schulweg und der Aufenthalt in der Schule lebensgefährlich ist. Schön, denkt sich die Verwaltung, falls sie das liest. Die Bürger sind so leicht zu manipulieren, denn auf diesem Weg haben wir schon wieder ein paar Euros gespart.
Es stellt sich mir noch eine Frage. Warum wird erst jetzt in der Zeitung über die Zerstörung des Glemstales berichtet und erst nach dem Beschluß Leserbriefe gesammelt veröffentlicht? Ein wenig mehr Aufklärung hätte ich mir schon gewünscht.

Verkehrte Welt (Ralf | 23 Nov. 2005 10:33)

Menschen, die konkrete Fakten und Zahlen auf den Tisch legen, die legitime Fragen stellen werden als Propagandisten beschimpft.
Die Mehrheit des Gemeinderats beschließt ein für ganz Leonberg einschneidendes Projekt auf das Argument hin: "jetzt haben wir 39 Jahre nichts gemacht, alle Gutachter (von der Verwaltung bestellt und bezahlt!!) sagen, dass die Lösung unserer Verkehrsprobleme im Westen liegen". Da werden Millionen verplempert ohne dass Zahlen hinterfragt werden. Allen war klar, eine Entscheidung zum jetzigen Zeitpunkt ist blinder Aktionismus. Es werden vorzeitig Alternativen ausgeklammert. Kritische Fragen sind nicht willkommen und werden nur ausweichend beantwortet. Wer den Ausführungen der CDU genau zugehört hat (Nordumfahrung Krankenhaus, Anbindung Westanschluss) braucht eigentlich nur noch einen Blick auf den Stadtplan zu werfen, um zu sehen, dass hier eine wunderschöne Ausweichstrecke für die Autobahn geplant wird, die den erhofften Effekt für die Innenstadt genau ins Gegenteil verwandeln wird.
In Zukunft liegt es nur an uns Wählern, Gemeinderäte zu wählen, die bereit sind zu kritisch zu hinterfragen und keine Entscheidungen auf schwammige Aussagen hin zu fällen.

Einige Splitter von gestern abend (Ewald Thoma | 23 Nov. 2005 23:23)

Zum Haushalt:

Hr. Stolle: "Wenn wir vor 5 Jahren gewußt hätten, dass die Zuführung zum Verwaltungshaushalt 7 Millionen betragen würden, wären wir entsetzt gewesen"

(Anmerkung: wir haben vor 5 Jahren dies vorhergesagt und sind damals als Schwarzmaler bezeichnet worden)

Hr. Thieliant: "Wir können den Haushalt nachhaltig mit Grundstücksverkäufen sanieren"

(Anmerkung: anscheinend haben sich die Gemeinderäte an das jährliche Defizit gewöhnt und denken, der Vorrat an Vermögen ist unbegrenzt)

Fr. Horn: "Es geht um eine bessere Verteilung des Verkehrs"

(Anmerkung: Besser ist alles, was der Gartenstadt aufgedrückt wird.)

Fr. Horn zur Innenstadt:
"38.000 Fahrzeuge sind zuviel"
dagegen zu den Zahlen im Glemstal:
"keine Vorstellung über die Verkehrsmenge"

"es geht um die Konzentration von Vorteilen im Westen"
"es geht um eine klare Entscheidungsgrundlage"
"es geht darum, alle Kräfte zu bündeln, um Geld für den westlichen Tunnel zu erhalten"

(Amerkung: uns wollen einige Gemeinderäte weiß machen, dass es bei der Entscheidung eigentlich gestern noch um gar nicht ging - nur um einen kleinen Strich in einem Plan. "Haltet den Ball flach")

"Realisierbarkeit ist kein Kriterium"

Frage von OB an Fr. Horn: Können Sie die Fragen der Bürger beantworten ?
Fr. Horn: nein, dies ist nicht möglich.

(Anmerkung: ganz schön arrogantes Verhalten - da sollen keine Emotionen aufkommen?)

OB: "Diese Propaganda-Gruppe"

(Anmerkung: wieder Emotionen, oder getroffener Hund bellt)

Und, Und, Und........

Frage 5: War die Bürgerbeteiligung wieder eine Alibiveranstaltung? (Renate | 23 Nov. 2005 21:22)

Was ist daraus geworden? Ich kann mich noch gut erinnern wie sich ein Gemeinderat während der Vorstellung der Ergebnisse aus der Bürgerbeteiligung laut geärgert hat: "Was wollen die nur ständig mit der Glems"!
Aber so war es. In allen Gruppen war es besonders wichtig, Talente Leonbergs herauszufinden und unabhängig voneinander wollten alle die Glems und die Glemsauen bewahren, aufwerten, als Naherholung erhalten, wo nötig renaturieren und grüne Verbindungen zur Kernstadt schaffen.
Diese teuren Spiele mit den Bürgern sollte sich die Leonberger Verwaltung künftig sparen.

Frage 4 Warum hat Herr Schmalzried gegen den Tunnel gestimmt? (Ein Bürger | 23 Nov. 2005 17:40)

Warum hat der Herr Schmalzried gegen den Tunnel gestimmt? Er wohnt doch in der Feuerbacher Strasse. Bei ihm hätten wir total Verständnis aufbringen können, wenn er für den Tunnel gestimmt hätt, oder?

Frage 3: Kann oder will Frau Horn auf unsere Fragen nicht antworten? (Renate Wohlbold | 23 Nov. 2005 15:51)

Kann oder will Frau Horn auf unsere Fragen nicht antworten?
Ich fand den Antrag von Herrn Mauermeier recht vernünftig, die Abstimmung zu verschieben bis die Fragen der Bürger beantwortet sind. Frau Horn meinte (mit Unterstützung von Herrn Schuler) daß diese Fragen in absehbarer Zeit nicht zu beantworten seien.
Herr Mauermeier als Verkehrsplaner war durchaus der Ansicht dass vielleicht nicht alle, aber durchaus ein Großteil der Fragen beantwortet werden könnten.
Stellt sich noch mal die Frage, will die Verwaltung nicht antworten weil die Antworten sehr unangenehm ausfallen könnten?
Daraus folgt Frage 3b: Müssten nicht alle seriösen Gemeinderäte bevor sie eine so folgenschwere Entscheidung für die Stadt treffen Interesse daran haben, dass diese Fragen (auch für die eigene Entscheidungsfindung) beantwortet werden?

Reine Spekulation, oder? (Petra | 23 Nov. 2005 14:09)

Frau Horn appellierte gestern an den Gemeinderat Gutachtern zu vertrauen und einen Beschluß zu fassen, der da lautete: "Ich weiß nicht wo, ich weiß nicht wann und auch noch nicht wie, Schadstoffemissionen und Lärm interessieren mich nicht. Bei der Mehrheit der Gemeinderäte sah man die Euros in den Augen blitzen. Hasensaul, neues Industriegebiet und dabei wird mein eigenes Grundstückle noch wertvoller, super. Was interessiert da noch ein Glemstal oder eine Gartenstadt. Die Verwaltung hat den Gemeinderat ganz böse manipuliert, denn der Gutachter sollte keine Lösung für die Gesamtstadt finden, sondern nur für weniger Verkehr in der Altstadt sorgen. Gestern wurden interessierte Bürger von Gemeinderäte getröstet; wird ja nicht so schlimm werden. Jeder einzelne Gemeinderat, der für diesen Vorschlag gestimmt hat, war sich aber genau darüber im Klaren, dass er damit diverse Stadtteile, die sowieso schon mit zuviel Verkehr gebeutelt sind, endgülitg kaputt macht. Wie kann die Verwaltung glauben, dass sich die Bürger damit abfinden, dass man sie vielleicht 15 Jahre oder länger in der Luft hängen lässt. Das Ausmaß der baulichen Maßnahmen ist nicht bekannt, deshalb wird das Leben in den betroffenen Stadtteilen zu einem nicht mehr kalkulierbaren Risiko.
Aber vielleicht sind wir alle nur ein Spekulationsobjekt. Demnächst verkaufen viele äußerst günstig ihre Wohnungen und Grundstücke, Gemeinderäte werden aufkaufen und planen die Straße dann vielleicht woanders.

Frage 2: Gibt es im Moment zu wenig Verkehrsbelastungen in der Gartenstadt? (Renate Wohlbold | 23 Nov. 2005 10:13)

Frau Horn möchte, dass der Verkehr gerechter verteilt wird und deshalb soll die neue Trasse in die Gartenstadt. Wenn ich sie richtig verstanden habe hält sie das für gerecht. Das bedeutet dass sie die Gartenstadt im Vergleich zu anderen Wohngebieten für zu wenig belastet hält, wenn ich das richtig verstanden habe.
Hat sie damit recht? Gibt es im Moment einfach zu wenig Verkehrsbelastungen in der Gartenstadt?

Seit gestern gibt es viele neue Fragen. Frage1 (Renate Wohlbold | 23 Nov. 2005 09:29)

Bei der Gemeinderatsitzung gestern wurde (Thielliant) darüber gesprochen, dass die Stadt ihren desolaten Haushalt durch Grundstücksverkäufe retten kann. Dazu sollten natürlich die wenigen noch vorhandenen Grundstücke möglichst teuer verkauft werden. Eines davon liegt im Gebiet östliche Grabenstrasse. Dieses Grundstück wurde durch die gestrige Abstimmung zweifellos aufgewertet.
Meine Frage: Mußte der Glemstaltunnel nur deshalb so eilig beschlossen werden, weil die Stadt beim Verkauf ihres Grundstücks an der Grabenstrasse mehr Gewinn erzielen will?

Leonberg hat nicht viele Attraktionen (Tony | 21 Nov. 2005 19:24)

Der OB erwähnt eines in fast allen seiner Reden: Den Pomeranzengarten. Noch bedeutender ist der Glemstal(rad)weg. Im Sommer kommen Hunderte von Auswärtigen (mit der S-Bahn!), um das schöne Glemstal zu geniessen. Ausgerechnet diese beiden Aushängerschilder der Stadt sollen unattraktiv gemacht werden bzw. zum Opfer einer sinnlosen Straßenplanung fallen um ... ja um was eigentlich? Um überdachte Einkaufszentren aufzuwerten. Eigentlich wäre ein erster Schritt erst einmal diese Hochhäuser von innen zu beleben. Früher fuhren mehr Leute Richtung Neuköllnerplatz, um zu tanken als jetzt die Römergalerie zu besuchen. Und dafür sollen 3 Teile der Innenstadt nachhaltig zerstört werden und die Lebensqualität von hunderten von Familien ebenfalls. Wer hier zustimmt, der hat ganz andere Motive als die, die auf dem Tisch liegen. Dafür müsste man die Grundstücksverhältnisse in die Stadt (vor allem entlang der Engelbergtrasse) kennen, um das ganze zu verstehen

RE: Leonberg hat nicht viele Attraktionen (Petra | 22 Nov. 2005 10:29

Eine Attraktion die Leonberg weltweit bekannt macht, ist die Hunderasse der Leonberger. Der Gemeinderat und die Verwaltung möchte aber "die Hundehaltung eindämmen und damit verbundene Belästigungen und Gefahren für die Allgemeinheit wie Verschmutzungen von Gehwegen, Kinderspielplätzen und öffentlichen Einrichtungen durch Hundekot, Gefährdung von Fußgängern und Radfahrern, die nicht selten von Hunden angefallen werden, sowie belästigendes Gebell in Wohngebieten." Belästigungen von Hunden finden nur dort statt, wo Fehler in der Haltung und von der Haltern selbst begangen werden. Allgemein alle Hundehalter zu verdammen, halte ich für sehr fragwürdig.
Überhaupt, wo will der Gemeinderat eigentlich hin? Eine sterile Stadt ohne Tiere und Kinder mit einem tollen Boulevard und den Kirschgärten für Reiche. Es soll ein Wohngebiet kaputt gemacht werden, 5 Kindergärten und 3 Schulen sollen permanent den Abgasen und dem Lärm von ca. 40000 Autos ausgestzt weden (mehr bei Stau auf der Autobahn). Die Lebensgrundlage und die Lebensqualität für Familien soll entzogen werden zu Gunsten eines Boulevards? Sind wir doch mal ehrlich, die Leistungsträger in unserer Gesellschaft werden am wenigsten Zeit haben auf diesem Boulevard zu flanieren, denn die müssen arbeiten um ihre Kinder irgendwie groß zu kriegen und die Schulden abzubezahlen, die solche Überlegungen nachsich ziehen

RE: Leonberg hat nicht viele Attraktionen (Renate | 22 Nov. 2005 15:55)

Ja Tony,
diese Art zu planen hat in Leonberg Tradition und so sieht die Stadt heute auch aus. Es hat sehr viel Geld gekostet, diese verkehrlichen Mißstände herbeizuführen und es wird noch sehr viel Geld kosten, die verbliebenen kleinen Oasen plattzumachen. (Kirschgärten, Glemstal, usw.) Was dann an der Stadt noch liebenswert sein soll, fällt mir im Moment nicht ein und dass es nicht nur um die Gartenstadt geht, haben die Gemeinderäte wahrscheinlich noch nicht begriffen. Der Unmut der Bürger im Ramtel, ich meine hier den nichtprivilegierten, sprich weniger einflussreichen, größeren Teil an der neuen Ramtelstrasse bzw. in den Wohnstrassen nimmt auch zu. Sie leiden unter dem Tunnelmund, der Autobahn, dem zunehmenden Durchgangsverkehr der durch einen neuen Großmarkt noch verstärkt werden soll. Die Bürger im Halden zählen auch nicht, wahrscheinlich wohnen hier zu wenig Gemeinderäte. Das Wohngebiet im Distelfeld oberhalb der Bahnhofstrasse wird sicher auch zusätzlich stark belastet, ebenso natürlich die Altstadt durch ihre geographisch Nähe zum geplanten Stau im Glemstal. Der Umfahrungsverkehr der Autobahnen, den Frau Horn hier offiziell schon eingeplant hat (siehe LKZ vom 8.11.05), wird dann auch noch das Ezach zusätzlich belasten. Der Verkehr auf der Stuttgarter Straße wird nach wie vor ein Problem sein. Also wer oder was profitiert von dieser Planung? Die Mehrzahl der Leonberger Bürger sicher nicht.

Entscheidungsfindung (Ein interessierter Bürger | 21 Nov. 2005 20:29)

Wenn ein Gemeinderat aus seiner Entscheidung für sich Vorteile zieht, Menschenleben bewußt gefährdet, ein Naherholungsgebiet zerstört, eine Autobahnabkürzung durch ein Wohngebiet plant und einer verschuldeten Stadt zusätzliche Schulden zumutet - also seinen Kopf in den Sand steckt und nicht nach den offensichtlichen Konsequenzen seines Tuns fragt, kann man ihn dann nicht zur Verantwortung ziehen?
Gemeinderäte sollten doch gewissenhaft und unter Berücksichtigung aller Informationen Entscheidungen treffen. Das wiederum schließt doch eigentlich blinden Aktivismus, Gruppenzwang, Hörigkeit gegenüber eines OB‘s und Entscheidungen unter Zeitdruck aus. Wie in aller Welt kann dann so ein Schwachsinn überhaupt zur Abstimmung gebracht werden?

RE: Entscheidungsfindung (Ralf | 21 Nov. 2005 22:00

von Ralf am 21 Nov. 2005 22:00

Nein, es ist kein "Kopf in den Sand stecken" Der Gemeindrat entscheidet jetzt in vollem Bewußtsein, dass diese angestrebte Lösung keiner Umweltverträglichkeitsprüfung standhalten wird. Das heißt beschlossene Gesetze werden durch eine überhastete Entscheidung bewußt umgangen. Das ist Betrug! Betrug am Bürger! Betrug an der Umwelt und der Natur. Und da dieses jedem Gemeindratsmitglied ganz offen von seinem OB gesagt wurde, kann sich niemand damit herausreden, er hätte nicht gewußt was er tut. Ich bin gespannt welcher Gemeinderat das Standing hat, sich nicht vor so einen oberfaulen Karren spannen zu lassen. Wer Vorschriften und Gesetze so großzügig auslegt , wie dies in unserer Gemeinde geschieht, darf sich nicht wundern, wenn die Bürger sämtliche legalen und legitimen Mittel ausschöpfen, um gegen solches Unrecht vorzugehen

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