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INDEX

Was heißt Nordumfahrung um das Kreiskrankenhaus von Leonberg?
Im Abstand von einigen hundert Metern in der Leonberger Gartenstadt und dem Glemstal 41 000 Kfz bzw Lkw pro Tag
Entscheidet sich der Leonberger Gemeinderat für eine hehre Utopie? 
Worin besteht eine Lösung, wenn ein Problem in Leonberg von links nach rechts verlagert wird und das mit Milionenaufwand?
Warum fällt uns im Jahr 2005 in Leonberg immer noch nichts besseres ein als neue Straßen zu planen?
Soll die Trasse nahe am Fockental geführt werden, einem der schönsten Täler die Leonberg noch hat?
Warum werden Entscheidungen, die für die Leonberger Bürger sehr wichtig sind, völlig intransparent getroffen?
Ist eine Herausnahme der hoch belasteten Gartenstadtstraßen aus dem Vorbehaltstraßennetz von Leonberg zwingend geboten?
Das Büro Kölz hat nun für Leonberger Strassenplanungen teilweise völlig andere Zahlen vorgelegt als das Büro Brenner und Münnich 
Der Individualverkehr stagniert schon seit 2004 
Weitere Merkwürdigkeiten bei den Verkehrszahlen in Leonberg
Scheut die Stadt Leonberg den Umweltcheck ?
Hier das offizielle Zitat aus den Schriften des Bundestages

Weitere Fragen 

 

 

RE: Alles im Westen:Tunnel und neues Gewerbegebiet (Schubartstrasse | 19 Nov. 2005 10:59)

Was heißt das im letzten Absatz des Artikels? Nordumfahrung um das Kreiskrankenhaus? Kann das einer erklären?

Grüsse aus der Schubartstrasse

RE: Alles im Westen:Tunnel und neues Gewerbegebiet (Renate Wohlbold | 19 Nov. 2005 14:10)

So ganz genau ist diese Variante noch nicht geplant aber eine grobe Grafik finden sie unter: http://www.leobigg.de/Bilder/Horntunnel10.jpg
Diese Variante würde zuerst das Glemstal zerstören, die Schadstoffbelastung in der naheliegenden Altstadt erhöhen, dann vielleicht im Bereich Clausenmühle/Rutesheimerstr. mit großer Kreuzung hinter das Berufsschulzentrum am Krankenhaus vorbei in Richtung Rutesheim führen. Diese Trasse würde nur als Autobahnumleitung und zur Verflüssigung und Vermehrung des Durchgangsverkehrs gebaut. Was dann wieder erstaunen hervorruft ist daß es in der Mühlstrasse bei dieser Planung trotzdem 18000 Kfz/Tag geben soll, auf der Umfahrung 17 500, Rutesheimer nur 5500, also in der Summe in einem Abstand von einigen hundert Metern 41 000 Kfz bzw Lkw pro Tag und dies ohne besondere Situationen wie Unfälle auf der Autobahn usw...Auch die 5500 der Rutesheimer Str. würde ich so nicht glauben, da Verkehr immer dort zunimmt wo kein Stau ist und dass es im Bereich Mühlstr. zur Stadtmitte und zum Tunnel Staus geben wird ist sicher.
Für Leonberg insgesamt unter Berücksichtigung der lokalen Schadstoffsituation eine Katastrophe.
Sie finden noch mehr Informationen auf unserer Homepage

Bemerkenswert ehrlich (Ewald Thoma | 18 Nov. 2005 19:54)

Gestern hat der OB einmal in die Diskussion eingegriffen und dabei klipp und klar gesagt, um was es bei der Tunneldiskussion geht:

Es geht um die ‘Aufenthaltsqualität in der Stadtmitte‘. ‘Da wo (angeblich) die meisten Menschen sind‘. Oder vereinfacht : Alles soll so werden wie der Römerplatz. Dies hat absoluten Vorrang vor allem anderen. Es geht definitiv nicht um die Entlastung der Stadt von Verkehr an sich, sondern um eine Verkehrsverlagerung in Wohngebiete zugunsten der Stadtmitte. Dort soll die Vision einer neuen Stadt über Generationen geschaffen werden und er hat -so wie‘s der Engel schon geschrieben hat- sich nicht davor gescheut, dies mit dem Bau der mittelalterlichen Kirchen zu vergleichen.

Wenn man einen banalen Tunnelbau so überhöht, ist für solche Utopien logischerweise jeder Preis gerechtfertigt.

Damit muss jedem Gemeinderat klar sein, über was er entscheidet. Entweder er entscheidet sich für eine hehre Utopie oder er entscheidet sich ganz banal für die Erhaltung der Wohnqualität in Leonbergs Wohngebieten.

Übrigens kann es sein, dass der Platz in Leonberg, der täglich von den meisten Menschen besucht wird, künftig der Platz mit der geringsten Aufenthaltsqualität sein wird: Der Bahnhof. Dort soll die Hauptverkehrsachse Leonbergs durchgehen und zwar als brutale Barriere ausgerechnet in Richtung der ach so gehätschelten Innenstadt.

Aber dies hat wahrscheinlich die Autolobby von CDU,FWV und FDP noch gar nicht registriert. Die wenigsten fahren vermutlich S-Bahn. Irgendwie erinnert mich dies auch wieder an den Ständestaat im Mittelalter....

Damit schließt sich der Kreis.

Dies zeigt die ganze Absurdität der Diskussion.

Straßentunnel (Bürger von Leonberg | 18 Nov. 2005 08:28)

Liebe Bürger von Leonberg
Sehr geehrte Stadtverantwortliche

Als Bürger dieser Stadt hat man einen Vorteil,man kann sich immer wieder auf Überraschungen verlassen.
Was soll dieses Thema mit dem Tunnel. Wer will sich hier wieder einmal ein Denkmal setzen auf kosten der Steuerzahler?
Es ist klar, jeder will das Geld des Auto-
fahrers, aber keiner will den Autoverkehr.
Die Gartenstädler sind aber wohl schon genug
gestreßt. Der Straßenlärm,-Gestank,die Bahn
und hier der unverschämte Lärm der Güterzüge,
besonders in den Nachtstunden,die Einsatz-
fahrzeuge de Rettungsdienstes.
Nun der Tunnel. Worin besteht eine Lösung, wenn
ein Problem von links nach rechts verlagert
wird und das mit Milionenaufwand??
Über die abermaligen Zunahme an Lärm und
Abgasen für die Bewohnen wird offensichtlich
versucht abzulenken.
Bedenken Sie daß hier Menschen wohnen und
daß diese ein Anrecht auf eine lebenswerte
Umwelt haben und denken Sie auch an die hier
lebenden Kinder.
Würden hier im betroffenen Gebiet die Ent-
scheidungsträger wohnen, wäre der Tunnel sicher schon lange kein Thema mehr.

In der Hoffnung, daß doch noch die Vernunft
die Oberhand gewinnt, schließe ich an dieser
Stelle und bete für eine vernünftige
Lösung.

M. f. G.
Ein Bürger von Leonberg

RE: Straßentunnel (Ein Engel | 18 Nov. 2005 16:55)

Lieber Bürger,

fürchte Dich nicht, der Beschluss wird zwar gefasst, aber den Tunnel wird es niemals geben. Mein Herr hat schon bei vielem Unsinn in Leonberg den Kopf geschüttelt und diesen trotzdem zugelassen. Gestern hat jedoch Dein weltlicher Herr eine unverzeihliche Dummheit begangen. Er hat seine Stadtmitte- Utopie mit dem Bau von Kirchen in früheren Zeiten verglichen. Ich sage Euch, eher geht ein OB durch ein Nadelöhr als ein Tunnel ins Glemstal.

Himmlische Grüße

Dein Schutzengel

Planungsausschusssitzung gestern (Renate Wohlbold | 18 Nov. 2005 07:44)

Bei der Planungsausschusssitzung gestern habe ich zum ersten mal verstanden warum im Hasensaul nicht gebaut werden darf. Schließlich hat Herr Vallet von der Region beim Besuch in der Gartenstadt das Gebiet als ideales Wohngebiet für die Zukunft bezeichnet, da man von hier aus noch zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur S-Bahn kommt. (Mehr Fußgänger und Radfahrer = weniger Lärm, Stau und Schadstoffe).
In meiner Gruppe bei der Bürgerbeteiligung war es ebenso. Hasensaul wurde als zukünftiges Wohngebiet dem Ezach 2 vorgezogen.
Leonberg entschied anders und seit gestern weiß ich dass dies wohl an der guten Bodenqualität der Äcker liegt. Das kann ich nachvollziehen, schließlich wissen wir nicht, wann wir wieder auf die Nahrungsmittel der Umgebung angewiesen sein werden. Wir brauchen Bauern und wir brauchen Äcker auf denen etwas wachsen kann.
Nun sei aber gestern Abend in der gleichen Sitzung (ich konnte leider nicht so lange bleiben) auch noch über eine mögliche Spange vom Altstadttunnel hinter das Krankenhaus diskutiert worden. Als Laie kann ich nicht erkennen, dass die Äcker 50m weiter eine schlechtere Bodenqualität haben. Sie sehen genauso fett und fruchtbar aus. Oder soll die Trasse möglicherweise näher am Fockental geführt werden, einem der schönsten Täler die Leonberg noch hat?
Die Leonberger Gemarkung ist nicht groß. Es gibt im Verhältnis zur Größe schon viel zu viele asphaltierte Flächen, sprich Strassen und Autobahnen und damit auch deutlich zu viele Abgas- und Lärmemissionen die messbar sind d. h. wir bilden sie uns nicht nur ein.
Warum fällt uns dann im Jahr 2005 immer noch nichts besseres ein als neue Straßen zu planen?
Leonberg soll eine Stadt zum wohlfühlen werden habe Herr Schuler gesagt (leider war ich nicht mehr dort), und das konnten sich auch die Bürger der Bürgerbeteiligung sehr gut vorstellen ohne neue Strassen zu planen. Es genügen kleine Veränderungen am vorhandenen Straßennetz. Natürlich müssen die Geschäfte der Innenstadt mit dem Auto erreichbar sein, deshalb kann man trotzdem mit etwas gutem Willen auch die Attraktivität von Rad- und Gehwegen und die Aufenthaltsqualität in der sog. Zwischenstadt mit zu erwartenden Veränderungen der Bebauung deutlich verbessern. Leonberg muss endlich an sich selbst denken und nicht noch zusätzlichem Autobahnumleitungsverkehr den Weg bereiten.

Eigenartige Entscheidungsfindung (Ewald Thoma | 18 Nov. 2005 10:07)

Nach dem Verlauf der Diskussion gestern in der Planungsausschussitzung war die Entscheidungsfindung eigenartig. Eigentlich war klar, dass die Tunnelentscheidung noch nicht entscheidungsreif ist. Immerhin wurden ja sogar noch nicht untersuchte Varianten diskutiert. Viele Fragen konnten von der Verwaltung nicht beantwortet werden. Eigentlich wäre es logisch gewesen, die Entscheidung zu verschieben. Darüber wurde ja auch eingehend diskutiert, sogar Termine wurden bereits genannt. Die Einbeziehung der Bürger vor der Entscheidung war eigentlich fast Konsens. Der entscheidende Abstimmungsvorschlag wurde dann fast vergessen zur Abstimmung zu bringen. Und plötzlich gab es eine knappe Mehrheit für den Westtunnel mit dem Krankenhausbogen. Irgendwie ist das ganze bezeichnend für die Leonberger Kommunalpolitik. Entscheidungen, die für die Leonberger Bürger sehr wichtig sind, werden völlig intransparent getroffen. Die einzige Erklärung ist nämlich, dass es wohl ein abgekartetes Spiel zwischen CDU, FWV und FDP war. Die Diskussion war offensichtlich nur Show, um den betroffenen Bürgern vorzugaukeln, dass man sie ernst nimmt. So schafft man kein Vertrauen, das wird nur die Emotionen weiter anheizen!

Kampf gegen Windmühlen (Eckhard Wohlbold | 13 Nov. 2005 19:33)

Eigentlich wollte ich mich diesmal raushalten, zumal die von der Stadtverwaltung herbeigeführte Entscheidung zum jetzigen Zeitpunkt, wo noch die Auswirkungen des Westanschlusses überhaupt nicht abzusehen sind, vollkommen verfehlt erscheint.

Trotzdem will ich den Gartenstädtlern noch einen Vorschlag unterbreiten.

Ausgangssituation:
Sowohl die Stadtverwaltung als auch der Gemeinderat hat sich mit seinen katastrophalen verkehrspolitischen Fehlentscheidungen in den letzen 20 Jahren in eine Sackgasse gefahren. Dies hat zu einer total verfehlten Verkehrsführung in den Nachbargemeinden und auf den Autobahnen geführt. Die Entlastungsaussagen der Planer und der Stadtgremien waren das Papier nicht wert auf das diese geschrieben wurden.

Fazit:
Dieses "Spiel" wird nun fortgesetzt, wobei die angestrebten Lösungen immer unbrauchbarer werden und einen heute schon hoch belasteten Stadtteil unbewohnbar machen würden.
Allein der Vernunft von Stadtverwaltung und Gemeinderat würde ich angesichts der gelebten Wirklichkeit der letzten 25 Jahre nicht trauen. Einziges Mittel gegen die ungebremste Gutachterflut mit dubiosen und äußerst fragwürdigen Aussagen erscheint es "Fakten" zu schaffen.

Vorschlag:
Damit man nicht mit "prognostizierten" Zahlen (die sich in den letzten 20 Jahren im Nachhinein immer als falsch herausgestellt haben) übertölpelt zu werden, selbst privat finanzierte Messungen (Lärm, Feinstaub etc.) durchführen.
(Feststellung der Kosten durch ein entsprechendes Büro und danach Spendenaufruf!)

Danach wird man sehen, ob eine Zunahme des Verkehrs überhaupt zulässig ist, oder ob eine Herausnahme der hoch belasteten Gartenstadtstraßen aus dem Vorbehaltstraßennetz zwingend geboten ist.

RE: Auch diese mal wieder sehr merkwürdige Verkehrszahlen ... (Ewald Thoma | 13 Nov. 2005 21:28)

Eckhard, ich kann Dir nur beipflichten. Vielleicht brauchen wir sogar die Messungen gar nicht, sondern die bisherigen Messungen reichen als Argumentationsgrundlage aus. Dies wird man im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Luftteinhalteplan und der zwingend vorgeschriebenen Strategischen Umweltprüfung wahrscheinlich so feststellen müssen. Wenn nicht, finde ich Deinen Vorschlag gut. Wir sollten versuchen, es anzugehen.

Deine Aussage, dass die Planer uns immer wieder mit falschen bzw. widersprüchlichen Zahlen beglücken, wird wieder einmal bei den nun neue vorgelegten Zahlen deutlich:

Das Büro Kölz hat nun teilweise völlig andere Zahlen vorgelegt als das Büro Brenner und Münnich (obwohl man sich auf Brenner und Münnich bezieht). Ich habe die Zahlen des Planungsnullfalls von Brenner und Münnich aus dem Verkehrentwicklungsplan (geht bis 2010) mit denen des kurzen Altstadttunnels von Kölz verglichen. Der größte Unterschied besteht am Stadtausgang nach Ditzingen. Dort rechnet Brenner und Münnich mit 9200 Kfz/Tag Kölz mit sage und schreibe 16.800 (beim westl. Altstadttunnel sogar mit 17.700), d.h. nahezu mit dem doppelten Verkehrsaufkommen. Auch an anderen Einfallstrassen im Norden und Westen gibt es erheblich Differenzen. Kein Wunder, dass man dann beim östl. Tunnel die Gemeinderäte mit 38.000 Kfz in der Eltinger Strasse furchtbar erschrecken kann! Ein Schelm, der böses dabei denkt ....

Ich möchte das ganze nicht vertiefen und mir liegen leider nur bruchstückhafte Unterlagen vor, aber diese Differenzen sind erklärungsbedürftig! Und wenn man den Zahlen von Kölz glaubt, war das Versprechen mit der Entlastung durch den Westanschluss nicht das Papier Wert auf das es geschrieben steht. Das sollte vor allem den Gemeinderäten zu denken geben, die dem Westanschluss so vehement zugestimmt haben. Damit machen sich die Planer allmählich wirklich lächerlich!

Noch etwas zu den Zahlen:

Die Planer rechnen ja immer noch mit horrenden Zuwachsraten beim Individualverkehr. Die Tatsachen sprechen aber inzwischen schon eine ganz andere Sprache: Der Verkehr stagniert oder geht zurück. Dies kann man im Intenet bei der Landesstelle für Straßentchnik (also einer staatlichen Stelle) nachlesen. (Leider ist dort der Server nicht erreichbar, sodass ich den Link heute nicht liefern kann). Die Mineralölgesellschaften haben dies schon erkannt und planen mit erheblich geringeren Treibstoffabsätzen.
Damit sind die ganzen Verkehrsgutachten mehr oder weniger Makulatur. Sie dienen letztlich nur dazu, die vom Auftraggeber vorgegebene Lösung mit pseudowissenschaftlichen Zahlen zu unterlegen.
Ich kann nur sagen: Leonberg ist gutachterlich austherapiert! Ergebnis: ein hoffnungsloser Fall. Liebe Gemeinderäte, macht diesem Treiben endlich ein Ende! Dann werden wenigstens nicht weitere Steuergelder verschwendet.

Verkehr nimmt nicht mehr zu: Bestätigung durch amtliche Verkehrszählung (Ewald Thoma | 15 Nov. 2005 21:52)

Hier der noch fehlende Link zur Landesstelle für Straßentechnik, welcher die Ergebnisse der automatischen ständigen Verkehrszählungen des Landes enthält:

http://www.rp.baden-wuerttemberg.de/servlet/PB/menu/1158238/index.html

Daraus kann man ersehen, dass der Individualverkehr schon seit 2004 stagniert und zum großen Teil sogar zurückgeht (Ausnahme: LKW- Verkehr). Es ist also ziemlich wahrscheinlich, dass inzwischen das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Das Wachstum ist wohl zum Stillstand gekommen. Zumindest sollte somit jede seriöse Verkehrsprognose auch den Fall berücksichtigen, dass der Individualverkehr nicht mehr weiter zunimmt.

Weitere Merkwürdigkeiten bei den Verkehrszahlen (Ewald Thoma | 16 Nov. 2005 20:30)

je mehr man die Zahlen sich anguckt, um so erklärungsbedürftiger wird das Zahlengebilde. Zwei weitere erstaunliche Ergebnisse des Vergleichs der Zahlen von Brenner und Münnich und von Kölz:

- die Nordwestumfahrung bei Brenner und Münnich soll fast exakt die gleiche Verkehrsentlastung in der Innenstadt bewirken wie der westliche Altstadttunnel.
(Obwohl die Nordwestumfahrung KEINE Verbindung übers Glemstal in Richtung Bahnhof hat)

- Die Nordwesttangente von Brenner und Münnich hat in etwa die gleiche Belastung wie die Glemstal-Trasse (Westl. Altstadttunnel-Mühlstrasse,Bahnhofstr.,Römerstr.) nach Kölz. Dies ist merkwürdig, da ja diese Glemstal-Trasse als ‘kleinere Lösung‘ mit weniger Verkehr als die Nordwesttangente ‘verkauft‘ wird.

Die Widersprüche häufen sich .....

Ein dicker Hund: Scheut die Stadt den Umweltcheck ??? (Ewald Thoma | 11 Nov. 2005 21:23)

Ein interessantes Detail habe ich der Drucksache des Planungsausschusses entnommen. Da steht:

"... Da die Ergebnisse der Verkehrsentwicklungsplanung als Verkehrskonzeption in den FNP-Entwurf einzuarbeiten sind, ist eine Entscheidung über das im FNP-Entwurf zugrundelegende Verkehrskonzept notwendig, sodass noch in diesem Jahr der Entwurf des Flächennutzungsplans für das weitere Verfahren verabschiedet werden kann. Gelingt dies nicht, müssen auf der Grundlage des neuen Baugesetzbuchs umfangreiche ergänzende Untersuchungen (Plan-UVP, SUP/Strategsiche Umweltprüfung zum Landschaftsplan) zum FNP erarbeitet werden, die das gesamte Planverfahren erheblich verzögern würden."

Im Klartext: Die Stadt scheut eine künftig vorgeschriebene umfangreiche Prüfung der Umweltauswirkungen der vorgeschlagenen Planungen. Man könnte auf der Liste natürlich noch den Luftreinhalteplan aufzählen. Spätestens jetzt müsste eigentlich allen Gemeinderäten, denen die Lebensqualität der Menschen wichtig ist, ein Licht aufgehen. Diese neuen Bestimmungen sind ja sicherlich nicht aus Jux und Tollerei erfunden worden. Diese Prüfungen sind vielmehr für die Qualität der Planung sehr wichtig. Leonberg will diese Bestimmungen schlicht umgehen. Abgesehen davon, dass der Plan dadurch angreifbar wird (die Verabschiedung des Gesamtplans soll ja ja erst Mitte 2006 erfolgen), ist dies angesichts der Umweltprobleme in Leonberg ein ziemlich dicker Hund. Dies ist nur dadurch zu erklären, dass man Angst hat, dass die jetzt gemachten Vorschläge die Prüfungen nicht bestehen. Die Argumentation mit dem Zeitplan ist an den Haaren herbeigezogen. Die Verwaltung hätte genug Zeit gehabt die vorgeschriebenen Prüfungen durchzuführen - sie hätte nur z.B. auf utopische Planungen von vornherein verzichten sollen und stattdessen ihre gesetzlich aus gutem Grund vorgeschriebenen Pflichtaufgaben erledigen müssen.

Ich bitte die Gemeinderäte dringend, auf diese faule Ausrede nicht hereinzufallen

RE: Ein dicker Hund: Scheut die Stadt den Umweltcheck ??? (Ralf | 11 Nov. 2005 23:44)

Hier das offizielle Zitat aus den Schriften des Bundestages:

"Aufgabe der „Strategischen Umweltprüfung“ ist es demgegenüber, bereits lange vor der Entscheidung über konkrete Einzelprojekte, Strategien und Planungen hinsichtlich ihrer Umweltverträglichkeit zu durchleuchten („Screening“). Dies gilt vor allem bei Plänen und Programmen in den Bereichen Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei, Energie, Industrie, Verkehr, Abfallwirtschaft,
Wasserwirtschaft, Telekommunikation, Fremdenverkehr, Raumordnung oder Bodennutzung. Die Festlegung von Verfahren für eine „Strategische Umweltprüfung“ bereits auf der Ebene von Plänen und Programmen soll auch Unternehmen zugute kommen, damit ein konsistenterer Handlungsrahmen
durch Einbeziehung der relevanten Umweltinformationen bei der unternehmerischen Entscheidungsfindung geboten wird.
Die SUP-Richtlinie trat am 21. Juli 2001 in Kraft und war nach deren Art. 13 von den jeweiligen
Mitgliedstaaten durch Rechts- und Verwaltungsvorschriften bis zum
21. Juli 2004 in nationales Recht umzusetzen."


Fakt ist, die Stadt Leonberg versucht geltendes Recht mit Füßen zu treten

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